Freitag, 29. April 2011

Kinderspielplätze und ihr Bedeutung in der Raumplanung

Kinderspielplätze lockern das Ortsbild auf und sind, aus diesem Grund, vor allem in Großstädten von großer Bedeutung.
Was es genau mit den Spielplätzen auf sich hat, seit wann es diese gibt und welchen Einfluss sie auf die Psyche haben, erfahrt ihr hier:

Kinderspielplätze - Bedeutung für die Stadtplanung



D. S.




Abbildungsverzeichnis: http://nz-holzbau.ch

Mittwoch, 20. April 2011

Flächenwidmungsplan - what's that?

Ein Flächenwidmungsplan stellt eine Verordnung der Gemeinde dar, die aus einem Textteil und einer planlichen Darstellung besteht. Die Gültigkeit des Flächenwidmungsplans erstreckt sich über ein ganzes Gemeindegebiet.
Der Plan schreibt, in der Regel, vor, wie ein bestimmtes Grundstück genutzt werden darf. Dafür wird dieses, mit Hilfe von so genannten Widmungen, gekennzeichnet. Die am häufigsten angewendeten Kennzeichnungen sind Bauland, Grünland und Verkehrsfläche.

In Österreich gibt es derzeit 9 verschiedene Raumordnungsgesetze (analog zu jedem Bundesland), welche den Inhalt und die planliche Darstellung des Flächenwidmungsplans festlegen.

D. S.

P. S.: Die obige Darstellung zeigt den Flächenwidmungsplan der Stadt Salzburg.



Ähnliche Posts: Bebauungsplan


Abbildungsverzeichnis: http://www.stadt-salzburg.at

Sonntag, 10. April 2011

Ungepflegte Stadtteile fördern Kriminalität

Psychologen von der Universität Groningen ,bestätigten im Jahr 2009 eine US- Theorie (Broken-Windows-Theorie), welche besagt, dass heruntergekommene Umgebungen ihre Bewohner dazu verleiten, soziale und gesetzliche Normen zu brechen.
Bei zahlreichen Tests kam es zu dem Ergebnis, dass beispielsweise mit Graffiti besprühte Wände, zahlreiche Menschen zu weiteren Verschmutzungen ihrer Umgebung einladen.
Auch schäbige Briefkästen führen hierbei eher in Versuchung, persönliche Gegenstände zu entwenden, als gepflegtere Exemplare.
Dieses Verhalten ist nicht zuletzt dadurch bedingt, dass viele Menschen unterbewusst dazu verleitet werden, nicht auf ungepflegte Gegenden Rücksicht zu nehmen, da diese ohnehin schon verschmutzt sind. Für das Unterbewusstsein macht hierbei ein weiterer Zettel auf dem Boden oder ein aufgebrochener Briefkasten keinen Unterschied.
Die Hemmschwelle für größere Straftaten, sinkt somit auch stetig, so dass von solchen Stadtvierteln, im schlimmsten Fall, auch eine gewisse Gefahr ausgehen kann.

Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung, Stadtteile nicht verwahrlosen zu lassen.
Eine Stadt bedarf somit besonderer Pflege, da manche Experten sogar der Meinung sind, dass ein einzelnes zerbrochenes Fenster bereits zu einer Verwahrlosung größerer Gegenden führen kann.


D. S.



Quelle: http://www.geo.de/GEO/mensch/59502.html

Freitag, 1. April 2011

Bebauungsplan - what's that?

Bebauungsplan. Ein Wort, welches man bei architektonischen und raumplanerischen Angelegenheiten, aber auch im Alltag, oft zu hören bekommt. Trotzdem stellt jener Plan, für einige Personen, noch ein Mysterium dar. Um dieses zu lösen, gibt es hier die passende Definition:

Ein Bebauungsplan ist für die Regelung der Bebauung, von Parzellengrundstücken, verantwortlich. Es wird jedoch ebenso bestimmt, wie die Flächen, welche von Bauwerken verschont bleiben sollen, genutzt werden.

Der Bebauungsplan dient in der Regel dazu, städtebauliche Entwicklungen zu steuern. Dies soll einer Störung des Ortsbildes vorbeugen und so zu einem harmonischen Wachstum von Siedlungen verhelfen (auch wenn dies in der Praxis nicht immer der Fall ist).

D. S.


Ähnliche Posts: Flächenwidmungsplan

Abbildungen: Stadt Wien

Montag, 27. Dezember 2010

Pläne der Landeshauptstädte Österreichs

Einige schematische planliche Darstellungen der Österreichischen Bundesländerhauptstädte (an der Einwohnerzahl gemessen, absteigend angeordnet). Der Plan der Stadt Wien wurde hierbei nicht berücksichtigt. Wienpläne finden sich HIER.

Die Pläne sind im Übrigen allesamt genordet.


Graz (257.328 EW (1. Jan. 2010)):






















Linz (189.311 EW (1. Jan. 2010)):



















Salzburg (147.571 EW (1. Jan. 2010)):

























Innsbruck (119.249 EW (1. Jan. 2010)):













Klagenfurt (93.949 EW (1. Jan. 2010)):
























Bregenz (27.788 EW (30. Sep. 2010)):
















Eisenstadt (12.856 EW (1. Jan. 2010)):
























D. S.



Quellen:
http://www.wikipedia.org
http://www.eisenstadt.gv.at
http://www.innsbruck.info
http://www.relocation.at
http://www.airradio-europa.at
eigener Entwurf

Sonntag, 26. Dezember 2010

Die autofreie Innenstadt - ein frommer Wunsch?

Des Öfteren ist bereits über die Möglichkeit, die Innenstadt Wiens autofrei zu machen, diskutiert worden. Tatsächlich hört sich jene Vorstellung, im ersten Moment, ganz vernünftig an.
Gäbe es, auf den ohnehin schon engen Straßen, mehr Platz für die Fußgänger, Touristengruppen müssten sich nicht mehr auf den Gehsteigen zusammendrängen, um andere Leute vorbeizulassen, und auch die Fiaker könnten ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen. Idylle.
Allerdings gibt es hierbei eine kleine Tatsache, die es zu bedenken gilt. Wien ist nämlich eine der Städte Europas, welche über die meisten Einkaufszentren verfügt (SCS ausgeschlossen!). Was dies mit der autofreien Innenstadt zu tun hat?
Nun. Die Einkaufzentren, welche mittlerweile in fast jedem neu errichteten Stadtteil mit U-Bahn-Anschluss zu finden sind, verfügen sowohl über eine gute ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) als auch MIV (Motorisierter Individualverkehr)- Anbindung. Das heißt, dass diese mit dem Auto relativ leicht erreichbar und auch zahlreiche (oft kostenlose) Parkmöglichkeiten vorhanden sind.
Da der Mensch, von Natur aus, numal zu Bequemlichkeit und deshalb dem MIV tendiert, werden die leichter erreichbaren Einkaufszentren gegenüber der fußlastigen Innenstadt einfach vorgezogen. Ein autofreier 1. Bezirk würde diese Tendenz zusätzlich verstärken, so dass sich das Problem des Aussterbens desselben noch einmal verschärfen würde.
Die Idee an sich ist natürlich edel und würde die Umwelt schonen. Man sollte sich jedoch immer in die Lage einer Alleinerzieherin mit Zwillingen versetzen. Würde diese im Winter den Kinderwagen durch die verschneiten Straßen der autofreien Innenstadt schieben oder sich für den warmen PKW entscheiden, welcher sie direkt vor das Geschäft bringt?

D. S.


Quellen: logischer Verstand

Sonntag, 14. November 2010

Plan Voisin (Le Corbusier) - Wahnsinn oder Geniestreich?

Einigen ist der sogenannte Plan Voisin des schweizerisch-französischen Architekten Le Corbusier (1887- 1965) ein Begriff. Etliche kennen ihn jedoch nur vom Namen her, deshalb hier die Kurzfassung:

Es handelt sich hierbei um eine Stadtutopie, die auf das Jahr 1925 datiert wurde. Der Entwurf zeigt 18 kreuzförmige Hochhäuser, welche auf rasterförmigen Freiflächen angeordnet sind. Er wollte damit dem Streben nach Luft, Licht und Hygiene Ausdruck verleihen und sich von den dicht bebauten Innenstädten abgrenzen. Aus diesem Grund wählte er als Umsetzungsort auch die Pariser Innenstadt aus. Diese Tatsache lässt den Entwurf für zahlreiche Personen etwas extrem wirken.

Der Plan Voisin wurde, nachdem es ein Gesetz für Denkmalschutz gibt, niemals in seiner extremsten Form umgesetzt und viele Personen halten hin auch für den blanken Wahnsinn, was er zu einem großen Teil sicher auch ist.
Trotzdem inspirierte er viele Architekten und Stadtplaner, die einige Ideen und Ideologien Le Corbusiers in ihre Entwürfe einfließen ließen. Dies begünstigte jedoch auch das Entstehen der so genannten Satellitenstädte, die heute vielfach mehr schlecht als recht vor sich hinexistieren. Darunter fallen auch jene Städte oder Stadtteile, die innerhalb kürzerster Zeit entstanden, um den gesteigerten Wohnbedarf der Bevölkerung zu decken (z.B: Villes Nouvelles in Frankreich oder Planstädte in Deutschland).
Jene Tatsache zeigt wiederum auf, dass eine Utopie niemals 1:1 umgesetzt werden darf, da in der Realität zumeist nicht alles so glatt läuft wie auf einem Entwurfsblatt.
Es gibt jedoch auch auch Beispiele von Stadtteilen, bei denen lediglich Teile von Le Corbusiers Konzept umgesetzt wurden. Diese Wohnsiedlungen (zumeist handelt es sich hierbei um Großwohnsiedlungen) funktionieren für sich ganz gut, auch wenn sie auf stadträumlicher Ebene nicht unbedingt mit ihrer Umgebung kommunizieren.

D. S.


Quellen:
http://www.christiaanse.arch.ethz.ch/upload/RC04.pdf
http://www.wikipedia.org

Abbildung:

http://archdaily.com